Export/Import von Rohmessdaten

by htw9056, Thursday, September 29, 2022, 05:07 (60 days ago)

Hallo Micha,

in manchen Projekten muss ich Messdaten (hier z.B. HZ-Richtungen) über die rechte Maustaste exportieren, welche als *.txt abgespeichert werden.

...StandpunktNr ....ZielpunktNr ...........InstrHöhe ZielpunktHöhe HZ-Richtung Strecke/Verbesserung
101 102 1.5000 2.0000 100.0000 20.0000
101 102 1.5000 2.0000 100.0000 0.9999
101 102 1.5000 2.0000 100.0000 1.0000

Im weiteren Verlauf werden diese HZ-Richtungen *.txt wieder eingelesen.

Mir ist aufgefallen, dass die Strecke (Bsp. 20.0000) nicht importiert wird, wenn in Jag3D bei ơ0 ein Eintrag vorhanden ist.
Jetzt das Problem:
Beträgt ơ <= 0,9999, so wird der Wert an der richtigen Spalte (ơ0) eingelesen.
Beträgt ơ >= 1,0000, so wird der Wert an der falschen Spalte (d0) eingelesen.
Ergebnis Import

Ist das so gewollt? Wenn ja, dann finde ich das sehr riskant und es führt zu einer Fehlinterpretation.

Der Effekt tritt sowohl bei Richtungen, Strecken und Höhenunterschieden auf.

LG

Export/Import von Rohmessdaten

by Micha ⌂, Bad Vilbel, Thursday, September 29, 2022, 05:29 (60 days ago) @ htw9056

Hallo htw9056,

Mir ist aufgefallen, dass die Strecke (Bsp. 20.0000) nicht importiert wird, wenn in Jag3D bei ơ0 ein Eintrag vorhanden ist.

Ja, dass ist korrekt. Die Strecke bezieht sich auf das allgemeine stochastische Modell der Gruppe, welches jedoch von der individuell vorgegeben Unsicherheit überschreiben wird.

Jetzt das Problem:
Beträgt ơ <= 0,9999, so wird der Wert an der richtigen Spalte (ơ0) eingelesen.
Beträgt ơ >= 1,0000, so wird der Wert an der falschen Spalte (d0) eingelesen.

Ist das so gewollt?

Ja, dass ist korrekt so bzw. so implementiert. In diesen einfachen ASCII-Dateien teilen sich die Strecke und die Unsicherheit eine Spalte, siehe die Dokumentation Datenimport - Terrestrische Beobachtungen. Folglich muss es beim Import einen Grenzwert geben, um mehr oder weniger zuverlässig zu erkennen, ob der Wert eine Standardunsicherheit ist oder eben eine Strecke. Derzeit liegt der Grenzwert bei Eins (bspw. 1 m). Das sollte für die meisten Anwendungen hinreichend sein, da moderne Instrumente i.A. einen unteren Grenzbereich haben, der bei 1 - 1,5 m liegt. Andersherum machen Standardunsicherheiten von mehr als 1 m kaum Sinn und treten maximal in exotischen Anwendungen auf. Sollten diese Standardunsicherheiten tatsächlich so groß sein, dann kann man vermutlich auf diese Beobachtung auch verzichten.

Wenn Du beim Import sichergehen willst, müsstest Du den Import über spaltenbasierte Daten realisieren.

Viele Grüße
Micha

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