Erweiterung–automatische Kalibrierung stochastisches Modell
Hallo Micha,
ja, das ist der erste Schritt, aber nicht alles. Die Gruppenvarianzfaktoren führe ich iterativ und gedämpft gegen Eins, mit Untergrenzen je Geräteklasse, damit keine Gruppe wegläuft. So weit entspricht das einer klassischen VKS.
Danach geht es weiter:
1. Einzelbeobachtungen: Jede Beobachtung wird anhand ihrer Teststatistik aus JAG3D einzeln nachgeführt, bis jede für sich unauffällig ist (feste Grenze je Beobachtung, aus den p-Werten von JAG3D). Grobe Fehler werden so ohne Eingriff entschärft, statt wie bei einer reinen VKS über die ganze Gruppe verschmiert zu werden.
2. Anschlusspunkte: In einer dynamischen Ausgleichung (Anschlusspunkte stochastisch) werden auch deren Genauigkeiten kalibriert. Punkte, die die Messungen nicht prüfen können, werden ausdrücklich als „nicht prüfbar“ ausgewiesen. Erst danach folgt die fixe Ausgleichung.
3. GNSS-Massendaten: Epochen-Basislinien (z. B. 5 s über 30 min) werden vor der ersten Ausgleichung je Punktpaar robust zusammengefasst. Sonst erdrücken sie in kombinierten Netzen die terrestrischen Messungen, und JAG3D rechnet sehr lange.
Alles läuft über die vorhandenen Rechen- und Testverfahren von JAG3D. Verändert werden nur Gruppen- und Einzelgenauigkeiten, keine Messwerte.
Viele Grüße
Stefan