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<title>Java·Applied·Geodesy·3D - effektivere Bewertung/Anpassung des Ausgleichungsmodells</title>
<link>https://software.applied-geodesy.org/forum/</link>
<description>Support forum for JAG3D software package</description>
<language>en</language>
<item>
<title>effektivere Bewertung/Anpassung des Ausgleichungsmodells (reply)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo</p>
<blockquote><p>Hallo Micha, sorry, ich bin etwas vom ursprünglichen Thema abgekommen. </p>
</blockquote><p>Kein Problem. </p>
<blockquote><p>daher wollte ich nur nachfragen, ob das denn generell der Fall sei, denn das Festlegen einer höheren Unsicherheit kann ja im Einzelfall durchaus begründbar sein.</p>
</blockquote><p>Ich stimme Dir hier voll und ganz zu. Wenn es einen Grund für ein anderes stochastisches Modell gibt, sollte dies natürlich auch verwendet werden. Bei Deinem Messbandbeispiel sehe ich den Sonderfall/die Ausnahme aber gerade nicht, da doch letztlich jede Messung mit diesem Band diese <em>zusätzliche</em> Ableseunsicherheit hätte.</p>
<p>Das Problem vom Originalpost mit dem skizzierten Weg über die Residuen hat mMn. den großen Nachteil, dass sich eben nicht alle (zufällig wirkenden) Abweichungen in den Residuen niederschlagen. Es gibt Messabweichungen, für die sind bspw. aufgrund der gewählten Konfiguration die Residuen nicht sensitiv. Vielleicht hilft hier ein Beispiel zum Verständnis, damit klar ist, was ich meine: Wenn in einem Netz mit Zwangszentrierung gearbeitet wird und immer nur Instrument und Prisma getauscht werden, dann kann offensichtlich in den geschätzten Beobachtungsresiduen selbst die Unsicherheit in dieser Zentrierung nicht enthalten sein, da es hier keine Variabilität gab - hierzu müsste man mehrmals auf- und abbauen. In diesem Fall können die geschätzten Residuen also nicht alle Informationen beinhalten, und sie lassen sich auch mit keinem Verfahren aus dieser Stichprobe schätzen.</p>
<blockquote><p>Zum ursprünglichen Thema: </p>
</blockquote><p>Ich denke, es gibt einige Herangehensweisen, die auch JAG3D unterstützt. Es ist ja nicht so, dass es grundsätzlich nicht geht. Vielmehr sollte es nur komfortabler werden. Ich habe auch nichts dagegen, wenn Beobachtungen unterschiedliche a-priori Unsicherheiten erhalten. Durch die Kombination aus einem konstanten und einem streckenabhängigen Anteil passiert letztlich letztlich genau das. Insofern ist dies sowieso der Standardfall. Wenn darüber hinaus einzelne Beobachtungen noch einmal abweichend zu bewerten sind, dann soll der Anwender dies aber nach meinem Dafürhalten bewusst einstellen und nicht durch einen einfach Klick.</p>
<p>Viele Grüße<br />
Micha</p>
]]></content:encoded>
<link>https://software.applied-geodesy.org/forum/index.php?id=4859</link>
<guid>https://software.applied-geodesy.org/forum/index.php?id=4859</guid>
<pubDate>Sat, 20 Mar 2021 16:21:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>Micha</dc:creator>
</item>
<item>
<title>effektivere Bewertung/Anpassung des Ausgleichungsmodells (reply)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Die eigentliche <a href="https://software.applied-geodesy.org/forum/?id=4589">Frage</a> hier in diesem Thread war, ob in JAG3D ein <em>Mechanismus</em> integriert werden könnte, um Beobachtungen <strong>zusätzlich</strong> neben den bereits definierten a-priori Unsicherheiten noch ein spezifisches Gewicht zuzuordnen.</p>
</blockquote><p>Hallo Micha, sorry, ich bin etwas vom ursprünglichen Thema abgekommen. Deine antworten hatten bei mir den Eindruck &quot;Heruntergewichten ist böse&quot; ausgelöst, daher wollte ich nur nachfragen, ob das denn generell der Fall sei, denn das Festlegen einer höheren Unsicherheit kann ja im Einzelfall durchaus begründbar sein.</p>
<p>Zum ursprünglichen Thema: Wenn der O.P. letztendlich Beobachtungen mit hohen Residuen heruntergewichten möchte, ohne aufgrund der bekannten Messbedingungen die tatsächliche Unsicherheit konkret quantisieren zu müssen, könnte er dann nicht robuste Schätzung wählen?</p>
<p>Viele Grüße<br />
Gerhard</p>
]]></content:encoded>
<link>https://software.applied-geodesy.org/forum/index.php?id=4858</link>
<guid>https://software.applied-geodesy.org/forum/index.php?id=4858</guid>
<pubDate>Sat, 20 Mar 2021 15:58:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>gf</dc:creator>
</item>
<item>
<title>effektivere Bewertung/Anpassung des Ausgleichungsmodells (reply)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Gerhard,</p>
<blockquote><p>Wie ist es in diesem Sinne zu bewerten, wenn ich beispielsweise ein Maßband nur mit Zentimeter-Auflösung ablese? Fällt das unter &quot;Messunsicherheit&quot; oder &quot;Präzision&quot;?</p>
</blockquote><p>Das fällt offensichtlich unter <em>Ablesen</em>. <img src="https://software.applied-geodesy.org/forum/images/smilies/3.png" alt=";-)" title=";-)" /></p>
<blockquote><p>Erhöht sich durch die Rundung die Unsicherheit (Varianz) dieser Messwerte dann nicht um 8.3mm² (+/-5mm geichverteilter Quantisierungsfehler)?</p>
</blockquote><p>Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was Du mit dieser Frage bezwecken willst; aber ja, die Unsicherheit erhöht sich durch Rundungsabweichungen, klar. (Ob um den von Dir genannten Anteil sei mal dahingestellt.) </p>
<p>Die eigentliche <a href="https://software.applied-geodesy.org/forum/?id=4589">Frage</a> hier in diesem Thread war, ob in JAG3D ein <em>Mechanismus</em> integriert werden könnte, um Beobachtungen <strong>zusätzlich</strong> neben den bereits definierten a-priori Unsicherheiten noch ein spezifisches Gewicht zuzuordnen. Ich kann Dein genanntes Beispiel mit dieser Frage nicht in Zusammenhang bringen. Und auch für <a href="https://software.applied-geodesy.org/forum/?id=4855">Deinen Nachtrag</a> kann ich weder einen Zusammenhang zur Ursprungsfrage noch einen zu Deiner Messbandfrage herstellen. Die Unsicherheit in der Ablesung ergeben sich doch praktisch bei jeder Messung mit dem Messband.</p>
<p>Viele Grüße<br />
Micha</p>
]]></content:encoded>
<link>https://software.applied-geodesy.org/forum/index.php?id=4857</link>
<guid>https://software.applied-geodesy.org/forum/index.php?id=4857</guid>
<pubDate>Sat, 20 Mar 2021 15:08:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>Micha</dc:creator>
</item>
<item>
<title>effektivere Bewertung/Anpassung des Ausgleichungsmodells (reply)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Gerhard,</p>
<blockquote><p>Wenn ich begründen kann, warum einzelne Messwerte aufgrund erschwerter Messbedingungen eine höhere Unsicherheit haben als die anderen Messwerte, und wenn ich diese Unsicherheit auch grob abschätzen kann, ist es dann nicht gerechtfertigt, für diese Messwerte die höhere Unsicherheit anzusetzen?</p>
</blockquote><p>Ja, natürlich. </p>
<p>Viele Grüße<br />
Micha</p>
]]></content:encoded>
<link>https://software.applied-geodesy.org/forum/index.php?id=4856</link>
<guid>https://software.applied-geodesy.org/forum/index.php?id=4856</guid>
<pubDate>Sat, 20 Mar 2021 14:46:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>Micha</dc:creator>
</item>
<item>
<title>effektivere Bewertung/Anpassung des Ausgleichungsmodells (reply)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Du machst meiner Meinung nach einen entscheidenden Denkfehler, indem Du Messunsicherheit mit Präzision verwechselst - das passiert in allen genannten Beispielen. Das stochastische Modell ist mit den Messunsicherheiten zu formulieren und nicht mit der Präzision. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Wie ist es in diesem Sinne zu bewerten, wenn ich beispielsweise ein Maßband nur mit Zentimeter-Auflösung ablese? Fällt das unter &quot;Messunsicherheit&quot; oder &quot;Präzision&quot;? Erhöht sich durch die Rundung die Unsicherheit (Varianz) dieser Messwerte dann nicht um 8.3mm² (+/-5mm geichverteilter Quantisierungsfehler)?</p>
</blockquote><p>Worauf ich letztendlich hinaus will: Wenn ich begründen kann, warum einzelne Messwerte aufgrund erschwerter Messbedingungen eine höhere Unsicherheit haben als die anderen Messwerte, und wenn ich diese Unsicherheit auch grob abschätzen kann, ist es dann nicht gerechtfertigt, für diese Messwerte die höhere Unsicherheit anzusetzen?</p>
<p>[ Bei Ausreißern, die ich nicht begründen kann und bei denen ich eine höhere Unsicherheit auch nicht quantisieren kann, sehe ich es natürlich auch als angebracht, diese Beobachtungen besser ganz wegzulassen. ]</p>
<blockquote><p>Vielen Dank,<br />
Gerhard</p>
</blockquote>]]></content:encoded>
<link>https://software.applied-geodesy.org/forum/index.php?id=4855</link>
<guid>https://software.applied-geodesy.org/forum/index.php?id=4855</guid>
<pubDate>Sat, 20 Mar 2021 14:17:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>gf</dc:creator>
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