Nivellement

by Pierre, Thursday, December 19, 2019, 10:14 (40 days ago) @ Julian

Moin,

Startpunkt war ein Höhenfestpunkt und nivelliert wurde mit einem Frosch und ausziehbarer Digitalnivellierlatte + Trimble DiNi über eine Distanz von 900m (Einweg).

Daraus entnehme ich mal, dass es sich um ein Ingenieurnivellement handelt.

Ich habe nun den Festpunkt als Varianzfreien Festpunkt deklariert und die Wechselpunkte und die Nägel wurden als Höhenneupunkte deklariert.

Hört sich gut an. Hinweis: in dem Beispiel ist es aber unerheblich ob Du den "Festpunkt" als varianzfrei, als stochastisch (Anschlusspkt.) oder als Datumspunkt einführst. Das Beipspiel ist eine zwangsfreie Lagerung, da der Datumsdefekt von 1 hierbei durch diesen einen Punkt gelöst wird.

Wenn die Nägel deine zu bestimmenden Punkte sein sollen (von denen weitere Messungen erfolgen usw.) dann die als Neupunkte, richtig. Die Wechselpunkte musst Du nicht unbedingt als Neupkt. einführen - hier kann man auch direkt den Niv.weg von Nagel zu Nagel verwenden. Falsch ist das aber nicht. Es gibt Varianten bspw. im bewegten Gelände, wo das auch zu bevorzugen ist, da man so eine realistischer Varianzfortpflanzung erreicht.

... Ich möchte grobe Messfehler aufdecken aber die redundanz ist bescheiden. Was bedeuten die Werte für σa und σb und wie sind diese so handlen?

Siehe Wiki: stochastisches Modell Nivellement

$\sigma_a$ ist der absolute (streckenunabhängige) Unsicherheitsanteil und $\sigma_b$ der "klassische" streckenabhängige Anteil - $\sigma_i$ pro km/Doppelniv. also das was in der Regel in den techn. Daten des Instruments zu finden ist.

Würden mir zwei verschiedene Nivellierlatten einen Vorteil bieten die Kompensatorabweichung gering zu halten?

Sofern Du eine Standard-Nivlatte verwendest, lässt Du damit im Allgemeinen schon mehr Genauigkeit liegen, als Du mit dem Ausschalten der Abweichung an Mehrwert gewinnst. Das passt nicht wirklich zusammen, sondern eher zu einem Fein-/Präzisionsnivellement.

Viele Grüße
Pierre


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