Vorgehen Deformationsanalyse

by Julian @, Friday, December 13, 2019, 13:44 (43 days ago) @ Pierre

Hi,

Es handelt sich meist nur um Gebäude, deren Setzungen beobachtet werden sollen.
Wir verwenden Bolzen die vertikel/horizontal an den Gebäuden angebracht werden. An diese Bolzen kann dann ein Steckzapfen (mit Schraubgewinde)montiert werden. Die Objektpunkt können dann letztendlich mit einem Rundprisma beobachtet werden.
Es gibt ebenfalls einen Schraubadapter für die Höhenmessung..


Verstehe ich das richtig, dass hier (obwohl es primär um vertikale Verschiebungen geht) Nivellement und polare Messungen kombiniert werden?

nein Lage und Höhe werden getrennt. Für die Höhenanalyse reicht es wohl aus die Züge im DiNi auszugleichen.

Warum? Gerade im Sinne der Wirtschaftlichkeit ist doch ein reines Höhennetz ausreichend. Es bedarf doch deutlicher Höhenverschiebungen, damit die Lagekomponente überhaupt relevant wird - natürlich abhängig von der nötigen/erzielbaren Genuaigkeit.

Da hast du recht, nur hat dies der Auftraggeber verlangt :-)!

Letztendlich werden dann die Koordinaten gemittelt und bei der nächsten Epoche die Differenzen berechnet....

Wie lässt sich denn eine solche Messung wirtschaftlich und geod. sinnvoll umsetzen?

Müssen Die Koordinaten für Lage 1 und 2 vor dem import gemittelt werden um die Zielachsfehler zu eliminieren?

Ich habe mal eine Referenzepoche eines Kollegens als JXL in JAG 3D importiert und ausgeglichen. Die Standpunkte sind so dicht beinander das man Sie nicht wirklich unterscheiden kann. Die Festpunkte wurden als varianzfreie Festpunkte festgelegt und die Standpunktkoordinaten/Objektkoordinaten wurden als Lageneupunkte festgelegt.


Das klingt nicht nach einer qualifizierten Deformationsanalyse. Ich würde aus der Messung erstmal ein wirkliches Netz erstellen (nicht zwei freie Standpunkte).

[image]

Hierzu kannst Du bspw. die Versicherungspkt. (DA1-DA3) ebenfalls mit dem Instrument besetzen und entsprechend gegenseitige Messungen vornehmen - auch zu dem freien Standpunkt. Weiterhin lassen sich auch die Objektpkt. von dort beobachten (wenn möglich), so dass ich mir den zweiten (m. M. n. sinnfreien) freien Standpunkt sparen würde. Auch Varianten mit mehreren freien Standpunkten, zur Verknüpfung zu einem kleinen Netz, sind natürlich denkbar. So ist auch eine gesicherte Aussage über die Stabilität der Versicherungspkt. gewährleistet.

Danke für den Denkanstoß. Ja Du hast schon recht... zumindest sollte bei zwei freien Standpunkten die Schnittbedingungen an den Objektpunkten sinnvoll gewählt sein...

Ich hoffe das hilft ein wenig weiter bzw. gibt ein paar Denkanstöße.

Danke Pierre :-). Verwendet der moderne Vermesser überhaupt noch Zwangszentrierung über Punkt? Für eine Deformationsanalyse ist dies ja schon zwingend notwendig weil die Näherungskoordinaten für die Referenzpunkte für jede Epoche gleich sein müssen um überhaupt eine Kongruenzanalyse durchführen zu können, verstehe ich das richtig?

Viele Grüße
Pierre


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