Vorgehen Deformationsanalyse

by Julian @, Wednesday, December 18, 2019, 09:58 (38 days ago) @ Eddi

Hallo,
freut mich, dass ich Dir weiter helfen konnte:-D
Du hast natürlich recht, man macht nicht für jede Messung eine aufwändige Netzplanung mit Optimierung usw. Praktisch tritt das doch eher in 2 Fällen auf:
- Eine aus dem Stand angelegte Messung ergibt aus der Ausgleichung nicht die
erforderliche Genauigkeit,
- Es stehen außergewöhnliche Anforderungen an, die nur durch eine besondere
Messungsanlage realisierbar erscheinen.
Hinsichtlich der erreichbaren Messgenauigkeit helfen nur 3 Dinge:
- Erfahrung,
- Herstellerangaben,
- noch mehr Erfahrung;-)
Aber im Ernst, die Herstellerangaben sind schon ein sehr guter Ausgangswert, mit denen Du was anfangen kannst.

Das habe ich schon gemacht, allerdings habe ich bei den anfänglichen netzmessungen die Ziele per ATR angezielt und die Satzmessungen wurden dann autonom vom Gerät ausgeführt. die a posteriori Werte haben mir dann mehr oder weniger die Herstellerangaben versaut :D. Ab jetzt wird immer manuell angezielt ;-)!

Als Erfahrungswerte solltest Du die Ergebnisse der durchgeführten Beobachtungen sammeln und Du wirst sehen, dass sie sich gar nicht so sehr unterscheiden. Werden aber die Herstellerangaben immer wieder deutlich überschritten, ist was faul:-|
Und hier mal ganz unverbindlich meine Erfahrungswerte:
- Richtungen (Tachymeter hoher Genauigkeit) 0,3 bis 0,5 mgon aus 3 Vollsätzen
- Zentrierung 0,3 bis 0,5 mm (opt.Lot) bzw 1 bis 2 mm (Tachystab)

lässt sich die Zentriergenauigkeit auch für die Ausgleichung irgendwo vorgeben?

- Strecken (Tachymeter hoher Genauigkeit) 2 bis 3 mm aus 3 Messungen
- Feinniv. mit Digitalnivellier hoher Genauigkeit 0,3 bis 0,5 mm /1km für Mittel aus
Hin- und Rückmessung.

Ansonsten, weiterhin viel Erfolg und schöne Weihnachten!

dankeschön das wünsche ich euch allen auch :-)!


Eddi


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