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Inhaltsverzeichnis
Dateneditor und -tabellen
Der Dateneditor und die Datentabellen sind in JAG3D die Hauptkomponenten auf der GUI. Sie befinden sich rechts neben dem Datenbaum und unterhalb des Hauptmenüs. Im Dateneditor besteht die Möglichkeit, Metadaten zum Projekt abzulegen, die Daten der einzelnen Gruppen zu manipulieren und die Ergebnisse nach der Ausgleichung zu analysieren.
Er dient somit zu Visualisierung und Administration der Projektinhalte. Die dargestellten Daten im Dateneditor erfolgt in Abhängigkeit des gewählten Knotens im Datenbaum. Die Ansicht der Daten im Dateneditor verteilt sich häufig auf mehrere Reiter (Tabulatoren), um Übersicht zu wahren. Diese werden stets am unteren Ende der UI-Komponente angezeigt und können kontextbezogen variieren.
Projektspezifische Metadaten
Zur Eingabe von projektspezifische Metadaten ist der Haupt- bzw. Wurzelknoten im Baummenü zu selektieren und der Reiter Metadaten
auszuwählen. Die Metadaten sind für die eigentliche Ausgleichung nicht erforderlich, helfen aber bei der Organisation und Verwaltung von Projekten. Insbesondere stehen die hier hinterlegten Information auch im Ausgleichungsreport zur Verfügung und können dort mit ausgegeben werden.
Projektname | Der Name des aktuellen Ausgleichungsprojektes z.B. Überwachungsmessung am Kinzigstausee (Epoche 2015). Es stehen 255 Zeichen zur Verfügung. |
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Sachbearbeiter | Name des Projektbearbeiters oder -ingenieur, der die Ausgleichungsrechnung durchgeführt hat. Es stehen 255 Zeichen zur Verfügung. |
Bearbeitungsdatum | Das Datum der Projektbearbeitung bzw. der Netzausgleichung. |
Kundennummer | Kundennummer oder Name des Auftraggebers. Es stehen 255 Zeichen zur Verfügung. |
Auftragsnummer | Projektspezifische Auftragsnummer, die im Unternehmen oder Ingenieurbüro den Geschäftsprozess abbildet. Es stehen 255 Zeichen zur Verfügung. |
Projektbeschreibung | Freitextfeld zur Dokumentation des Projektes sowie zur Kommentierung von gewählten Ausgleichungseinstellungen. Es stehen 10.000 Zeichen zur Verfügung. |
Globale Ausgleichungsergebnisse
Zur Analyse von globalen Ausgleichungsergebnissen ist der Haupt- bzw. Wurzelknoten im Baummenü zu selektieren und der Reiter Ergebnis
auszuwählen. Die Datenausgabe erfolgt in tabellarischer Form getrennt nach Themenkomplexen, vgl. Abbildung 1. Da es sich um berechnete Größen im Zuge der Ausgleichung handelt, sind diese Daten nicht editierbar.

Teststatistik | Zum Aufdecken von Modellstörungen z.B. inkonsistenten Beobachtungen oder Deformationen werden in JAG3D zwei Fisher-verteilte Teststatistiken berechnet. Zur Bewertung der beiden Teststatistiken $T_{prio}$ und $T_{post}$ werden in der Tabelle die zugehörigen kritischen Werte $q$ (Quantilwerte) in Abhängigkeit der beiden Freiheitsgrade $d1$ und $d2$ sowie der gewählten Irrtumswahrscheinlichkeit $\alpha$ und der Teststärke $1 - \beta$ ausgegeben. Zusätzlich wird der Nichtzentralitätsparameter $\lambda(\alpha, \beta)$ sowie die Überschreitungswahrscheinlichkeit ($p$-Wert) in logarithmischer Darstellung. |
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Varianzkomponentenanalyse | Die geschätzten Varianzkomponenten werden für die einzelnen Beobachtungsarten ausgegeben. Für jede Komponente wird die Anzahl der Eingangsdaten $n$, die Gesamtredundanz $r$ und die gewichtete Verbesserungsquadratsumme $\Omega$ ausgegeben. Aus diesen Kenngrößen wird die a-posteriori Varianz $\sigma^2$ der Komponente geschätzt und dem theoretischen Varianzfaktor der Gewichtseinheit gegenübergestellt und statistisch bewertet. |
Hauptkomponentenanalyse | Die Ergebnisse der Schwachform- bzw. Hauptkomponentenanalyse werden ausgegeben. Der Tabelle können die Indizes der geschätzten Hauptkomponenten $k$, der korrespondierende Eigenwert $\lambda(k)$ sowie das Verhältnis zwischen dem Eigenwert und der Spur der Varianz-Kovarianz-Matrix der ausgeglichenen Punkte entnommen werden. |
Netzplot
Zur Visualisierung des Netzes bietet JAG3D eine rudimentäre Plotfunktion an, vgl. Abbildung 2. Zum Aufruf des Plots ist der Haupt- bzw. Wurzelknoten im Baummenü zu selektieren und der Reiter Netzplot
auszuwählen. Die Darstellung des Netzes erfolgt zweidimensional und dient vorrangig zum Lokalisieren von konfigurationsbedingten Schwachstellen, welche sich anhand der Größe und Orientierung der (einfachen) Konfidenzellipsen besser erkennen lässt, als dies durch die Betrachtung der reinen numerischen Größen möglich wäre.

Die Ellipsen werden überhöht dargestellt, wobei der Maßstab frei wählbar ist. Die Darstellung (Symbol, Farbe, Größe, Schrift usw.) lässt sich mittels Layermanager konfigurieren. Unterstützt werden Funktionen zum stufenlosen Zoomen, Fensterzoomen und Verschieben des Netzplots. Der Netzplot lässt sich ferner auch als Rasterbild im PNG-Format (Portable Network Graphics) - wahlweise mit transparentem Hintergrund - exportieren.